Aus dem Englischen von Eike Schönfeld. Eine geplatzte Hochzeit, ein heißer Sommertag in New York, der Bruder des verschwundenen Bräutigams in den Fängen der erzürnten Brautfamilie, davon handelt J.D. Salingers berühmte lange Erzählung "Hebt an den Dachbalken, Zimmerleute". "Seymour, eine Einführung" bringt uns den abwesenden Bräutigam näher. Salinger schrieb über sein Werk: "Die beiden langen Erzählungen dieses Buches - 'Hebt an den Dachbalken, Zimmerleute', 1955, und 'Seymour, eine Einführung', 1959 - sind ursprünglich in der Zeitschrift The New Yorker erschienen. So verschieden sie in Stimmung oder Wirkung auch sein mögen, beide befassen sich eingehend mit Seymour Glass, der Hauptgestalt meiner noch unvollendeten Serie über die Glass-Familie..."
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.04.2012
Erfreut zeigt sich Rezensent Jochen Schimmang über die nun vorliegende Neuübersetzung von J.D. Salingers Erzählband "Hebt den Dachbalken, Zimmerleute und Seymour, eine Einführung". Eike Schönfelds Übersetzung ist seines Erachtens wirklich gelungen, frisch, sehr gut lesbar und zugleich dem Original verpflichtet. Darüber hinaus geht er in seiner Besprechung der Frage nach, ob Salinger jenseits seines Welterfolgs "Der Fänger im Roggen" ein bedeutender Schriftsteller war oder nur Autor eines einzigen wichtigen Buchs. Gegen Ulrich Horstmann, der die zweite Ansicht vertritt, und gegen die zeitgenössische amerikanische Kritik, die die Weitschweifigkeit der Erzählungen monierte, macht sich Schimmang für "Seymour, eine Einführung" stark. Er konstatiert, dass sich Salinger hier von der amerikanischen Tradition abwendet, um an die europäische Tradition essayistischen Erzählens anzuknüpfen. Für ihn steht außer Frage: "Der Fänger im Roggen" ist okay, aber "Franny und Zooey" und "Seymour, eine Einführung" sind Salingers "Meisterwerk".
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