Aus dem Amerikanischen von Jürgen Bürger. Geboren wurde der New Yorker Cop Isaac Sidel in der Bronx, und zwar im Jahr 1937, im selben Jahr wie der Autor. Inzwischen ist er um die sechzig und soll im nächsten Monat Bürgermeister von New York werden. Doch vorher gibt es noch etwas zu erledigen: die Knickerbocker Boys, eine rassistische Gang, macht Obdachlose kalt. Isaac Sidel schlüpft in die Rolle des Penners Geronimo Jones um zu ermitteln...
Die zwei sind eins. Fiktion und Wirklichkeit sind bei diesem Autor offenbar schwer auseinanderzuhalten. Robert Brack jedenfalls liest Jerome Charyns Erinnerungsbuch "Der schwarze Schwan" (erschienen bei Alexander Fest) und den Krimiroman "Abrechnung in Little Odessa" (Rotbuch Verlag) wie zwei Teile ein und derselben Geschichte. Die durchaus bestehenden stilistischen Unterschiede fallen kaum ins Gewicht, wenn hier wie dort die Fakten nicht allzu ernst genommen werden. In beiden Bücher stößt Brack auf einen Reigen miteinander in Beziehung stehender Personen, die "große Politik" machen und dabei als Einzelne verloren, dem Moloch New York ausgeliefert bleiben. Die "poetische Kraft", die der Autor aufbringt, um diese Verlorenheit zu schildern, hat dem Rezensenten imponiert.
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