Illustriert von Simone Kornappel. Mit "elektrosmog" legt Jan Skudlarek seinen ersten Lyrikband vor. Seine Gedichte sind Dialogarbeiten. In engem Austausch miteinander stehend bewegen sich die Protagonisten seiner Texte rauschartig durch eine technisierte, oft schemenhafte Umwelt. Bis an die Grenzen der Körper, die Grenzen der Sprache. Die Akteure - oft durch ein schlichtes "wir" zusammengefasst - sind Subjekte einer nicht selten surrealen Erfahrungssuche. Doch ihr Wir ist nach außen offen, fordert den Leser auf, teilzunehmen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.01.2014
Tolles Debüt, freut sich Christian Metz über Jan Skudlareks Lyrikband "elektrosmog" Der Titel ist Programm, stellt Metz fest und untersucht die Prinzipien, nach denen der Autor sein Thema, das Spiel zwischen Ansteckung und Berührungsbedürfnis, das wir täglich spielen, einkreist. Dafür dass das poetisch gelingt, macht Metz einen scharfen Blick für die Gegenwart, den gekonnten Einsatz von Metaphern sowie Skudlareks Fähigkeit aus, seine Bilder zu Szenen auszugestalten. Mal kurios, leicht, dann wieder schwermütg, schreibt Metz, können diese Szenen sein, die beginnen mit Zeilen wie "die wirklichkeit defiliert" oder "am waldrand gerinnen soldaten". Skudlareks kunstvolle wie elegante Regie überzeugt ihn in jedem Fall.
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