Jan Peter Bremer

Feuersalamander

Roman
Berlin Verlag, Berlin 2000
ISBN 9783827003263
gebunden, 112 Seiten, 14,32 EUR

Klappentext

Das Herzstück der Weltliteratur, die Erfindung einer tragischen Figur, wird vom Ingeborg-Bachmann-Preisträger in einer rasanten Groteske vorgeführt. Ehefrauen, Kellner, der kleine Sohn und sogar Herumtreiber machen sich auf, den Schriftsteller um seinen verdienten Ruhm zu bringen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2000

Dieser Roman hat Christoph Bartmann offensichtlich vor einige Rätsel gestellt. So fragt er sich in seiner Rezesension laut, ob man nach mehrfacher Lektüre dieses Buches womöglich etwas schlauer wird, oder ob es inWirklichkeit eigentlich gar nichts "Schlaues" zu entdecken gibt. Der Tenor seiner darauf folgenden Erläuterungen tendiert eindeutig zu Letzterem: Man werde einfach nicht richtig satt von der hier "gereichten Kost" .Für Bartmann ist zu viel Unentschiedenheit in dem Roman, zuviel schwebt, kommt und geht, ohne wirklichen Eindruck zu hinterlassen. Zwar könne man den Roman auch ohne diesen Anspruch lesen und damit zufrieden sein - allerdings kaum, wenn man Bremer, wie einige Kritiker es bereits getan haben, mit Kafka oder Robert Walser vergleichen will. Etwas mehr "fester Wille" beim nächsten Buch kann weiter helfen, rät der Rezensent.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 22.03.2000

"Eine einfache Geschichte mit mächtigem Sog", urteilt Martin Lüdke und verfolgt vier Lesarten eines Stoffes, den er - für sich gesehen- eher trivial findet. Bei der Lektüre sind dem Kritiker dann so viele andere Autoren eingefallen, von Kafka über R.Walser bis hin zu Reinhard Lettau, daß es ihm selbst unheimlich wird und er sich beeilt festzustellen, Bremer sei natürlich nicht epigonal. Trotzdem hat man den Verdacht, Lüdke findet diese Geschichte vom Mann, dessen Versuch, ein Schriftsteller zu sein, kläglich und dabei durchaus komisch scheitert, nicht wirklich prickelnd.