Jan Assmann

Die Zauberflöte

Ein literarischer Opernbegleiter. Mit dem Libretto Emanuel Schikaneders und verwandten Märchendichtungen
Cover: Die Zauberflöte
Manesse Verlag, München 2012
ISBN 9783717522942
Gebunden, 448 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Klingendes Mysterium, schöpferische Offenbarung und für zahllose Menschen das prägende Opernerlebnis: "Die Zauberflöte" fasziniert seit mehr als zwei Jahrhunderten Jung wie Alt. Dieser Opernbegleiter ist Text- und Lesebuch zugleich. Neben dem Originallibretto Schikaneders finden sich erstmals sämtliche Märchen und Mythen versammelt, die den Librettisten inspiriert haben. Herausgeber Jan Assmann beleuchtet motivische Bezüge und deckt verborgene Sinnebenen auf. Er zeigt, welche dramaturgische und dichterische Raffinesse in diesem Gesamtkunstwerk steckt, das scheinbar so eingängig ist und dabei so rätselhaft wie kaum ein anderes.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.01.2013

Mit diesem Büchlein, das mit einer kritischen Ausgabe von Emanuel Schikaneders Zauberflöten-Libretto aufwartet und mit einem laut Rezensent in vielerlei Hinsicht aufschlussreichen Nachwort des Ägyptologen Jan Assmann, lernt Helmut Mauro eine Menge über die Historie des Stoffes und die Dichter, die sich damit befasst haben, neben Schikaneder und Mozart etwa Wieland und Goethe. Die Auswahl der Autoren findet Mauro charmant. Assmanns historische Einlassungen hingegen zeigen Mauro, dass sich die Wege des Librettisten und des Komponisten in der Beschäftigung mit dem Stoff geradezu zwangsläufig treffen mussten, und führen ihn nah an das Sinnzentrum der Oper heran.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.09.2012

Angetan zeigt sich Jan Brachmann von Jan Assmanns Opernführer zu Mozarts "Zauberflöte". Das schön aufgemachte Buch bietet neben dem Libretto von Emanuel Schikaneder und Goethes Fortsetzung des Werks auch Assmanns Essay "Schikaneder, Mozart und die Zauberflöte", mit dem sich Brachmann eingehend befasst. Assmanns Interpretation der Zauberflöte scheint ihm in vieler Hinsicht erhellend und inspirierend. Er hebt hervor, dass der Autor die Oper gegen die Ansicht verteidigt, es handle sich um ein zusammengeschustertes Machwerk voller Widersprüche, um dann die Komplexität und Stimmigkeit des Werks aufzuzeigen, indem er die verschiedene Dimensionen der Zauberflöte unterscheidet. Brachmann folgt der Argumentation Assmanns in vielen Punkten und lobt die Ausführungen als "schön" und "überzeugend". Allerdings moniert er Assmanns zu positives Bild der Freimaurer und hält ihm vor, Mozarts und Schikaneders Kritiks an der Loge zu übersehen.

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