James Thurber

Vom Mann, der die Luft anhielt und andere Geschichten

Cover: Vom Mann, der die Luft anhielt und andere Geschichten
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2006
ISBN 9783821845661
Gebunden, 383 Seiten, 28,50 EUR

Klappentext

Ausgewählt und herausgegeben von Hans Magnus Enzensberger. Aus dem Englischen von Reinhard Kaiser. Von Mr. Pringle, der seine Frau entsorgte, und der Katze, die nicht mehr aus dem Bett herauskam. Auch dem Mark Twain des 20. Jahrhunderts ging es anfangs nicht anders als anderen: "Das Interesse der leitenden Redakteure war - mit Ausnahme des New Yorker-Verlegers - eher journalistischer denn inhaltlicher Natur: Sie wollten wissen, ob ich bei Mondlicht zeichne oder unter Wasser - und wenn ich verneinte, verloren sie das Interesse, bis ihnen das Gerücht zu Ohren kam, dass ich die Zeichnungen in einer alten Truhe gefunden hätte oder dass ich nur die Textzeilen mache, während mein Neffe zeichnet." Seine meist im New Yorker erscheinenden Kurzgeschichten, Skizzen, Szenen, Parabeln, Fabeln und Sketche lösten eine Welle des Thurberism aus, man erzählte sich seine neuesten Einfälle beim Einkaufen weiter, er bekam waschkorbweise Leserpost, wurde zum Ehrendoktor ernannt und überhaupt weltberühmt.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.11.2006

Rezensentin Gabrielle Killert begrüßt diesen Auswahlband mit Kurzgeschichten, Fabeln und Bildergeschichten des berühmten amerikanischen Humoristen, "obsessiven Hundeliebhabers und -beobachters", den als Wiederentdecker Hans Magnus Enzensberger besorgte. Killert ist geradezu hingerissen, wie James Thurber seine Menschenliebe auf den Hund umlenkt und Menschen aus der Sicht treuer Vierbeiner schildere. Der Hund ist Thurber nach Einschätzung der Rezensentin im Übrigen so heilig wie den Indern die Kuh. Dabei steuert Thurber mit seinen Betrachtungen auch durchaus anthropologische und philosophische Höhen an, sei so hochkomisch wie zutiefst weise. All diesen Qualitäten trägt auch der "maliziöse Schliff" von Reinhard Kaisers Übersetzung aus ihrer Sicht auf das Schönste Rechnung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.01.2006

Ijoma Mangold hat an dieser "köstlichen Auswahl" aus Arbeiten des Cartoonisten und Autors James Thurber seine helle Freude. Thurber habe die Schwächen des Menschen auf "unvergleichliche Weise" fixiert. Der Rezensent preist den "scharfen" und wie zu erwarten "misanthropischen" Blick auf das menschliche Treiben und stellt fest, dass bei Thurbers Geschichten das "Alltägliche und das Pathologische" nicht immer klar von einander zu trennen sind. Alle Vorzüge und Eigenarten des Zeichners sind in der Titelgeschichte vereint, in der ein Mann seine Frau durch die Marotte des Luftanhaltens zur Weißglut bringt
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