Jakob Augstein

Die Farbe des Feuers

Roman
Cover: Die Farbe des Feuers
Aufbau Verlag, Berlin 2024
ISBN 9783351042233
Gebunden, 352 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Ein vornehmes Haus im Süden, zwei Frauen, die sich lieben und ein Fest, auf dem kein Segen liegt: Auf dem Anwesen einer Industriellenfamilie in der Provence wird die Hochzeit der Tochter Rebecca vorbereitet. Wehmütig macht sich ihre Freundin Swann auf den Weg nach Südfrankreich. Swann liebt Rebecca, die Gabriel heiratet, der wiederum nur seine Kunst liebt, aber immerhin adelig ist. Und dann ist da noch Sami. Auch er liebt Rebecca. Aber er ist nur der Gärtner und ein Muslim. Ausgerechnet jetzt hat es ihn nach Paris verschlagen, und während sein Orangengarten zur Bühne einer Hochzeit wird, die nicht sein sollte, blickt er vom Dach der Kathedrale Notre-Dame hinab auf eine Welt der Sünde.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.06.2024

Rezensentin Berit Diesselkamper hält mit dem zweiten Roman von Jakob Augstein die perfekte Sommerlektüre in den Händen, weil es, wie sie schreibt, "für das halbe Gehirn" so "benutzerfreundich" ist. Denn die Geschichte um eine Gartenhochzeit im Frühjahr in Südfrankreich, in der immer mehr privilegierte Figuren ihren Liebesspielen nachgehen und dem Verderben entgegenrennen, stört nicht durch Wendungen oder Widerstände, beruhigt die Kritikerin. Auch an Augsteins Naturbeschreibungen hat die Rezensentin, auch wenn sie nicht immer ganz frei von "Kitsch" sind, ihre Freude.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.03.2024

Jakob Augstein ist selbst wohlhabender Erbe, das passt zum Sujet seines zweiten Romans, findet Rezensent Christian Mayer: Es geht darin um eine schwäbische Industriellenfamilie, die sich auf dem  französischen Landsitz aus dem Weg zu gehen versucht und die Augstein so sarkastisch wie entlarvend porträtiert. Das ist angenehm boulevardesk, findet Mayer, die Reichen, allen voran Tochter Rebecca, die jetzt mit  Ende 30 endlich heiraten soll, werden in all ihrer  Wohlstandsverwahrlosung zwischen "Talkshow-Intellektuellen" und möglicherweise gefälschten Designer-Handtaschen parodiert. Dabei hätte Augstein es belassen sollen, denn das kann er gut, meint der Rezensent, den die zweite Romanebene, die eine mögliche Verwicklung des Gärtners der Familie Bächle in den Brand der Notre-Dame 2019 behandelt, nicht überzeugen kann. Das Unterhaltsame liegt dem Autor mehr als "das Schwere", resümiert er.

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