Was haben "Raising Hell" von Run-D.M.C., Johnny Cashs "American Recordings" und Adeles Nr.-1-Album "21" gemeinsam? Die Alben sind allesamt sind im Aufnahmestudio des Produzenten Rick Rubin entstanden. Seine Diskografie liest sich wie das Who is who des Musikgeschehens der letzten Jahrzehnte, er wurde mit zahlreichen Grammys geehrt und gehört laut Time Magazine zu den hundert einflussreichsten Menschen der Welt. Jake Brown fahndet danach, was Rubin selbst, vor allem aber die Bands und Künstler im Lauf der Jahrzehnte über die Arbeit im Studio verraten haben. So entsteht ein vielstimmiges Porträt eines Mannes, den die Leidenschaft für die Musik und der Blick für das Wesentliche auszeichnen, und gleichzeitig das Making-of musikalischer Welterfolge.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 01.08.2022
Jens Buchholz nimmt Jake Browns Buch über den Musik-Produzenten Rick Rubin zum Anlass, um über das andauernde Genie-Gequatsche und den "Auserwählten-Kult" nachzudenken. Zeit für eine Dekonstruktion, findet er, auch wenn Rubin jemand ist, der ein beachtliches Werk vorlegt. Auch wenn Rubin mit McCartney, Def Jam, Lady Gaga und wem noch alles zusammengearbeitet hat - ein Genie, wie das aus Magazinquellen kompilierte Buch (und auch Rubin selbst) suggeriert, ist er für Buchholz nicht, eher schon ein guter Geschäftsmann. Dass Brown hier nicht ansetzt, hält Buchholz für eine vertane Chance. Spaß macht der anekdotenreiche Band dennoch findet er.
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