Jack London

Die Zwangsjacke

Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Jack London
Cover: Die Zwangsjacke
Major Label, Leipzig 2017
ISBN 9783945715093
CD, 13,90 EUR

Klappentext

1 CD mit 81 Minuten Laufzeit. Hörspielbearbeitung und Regie: Kai Grehn. Eine Produktion von Deutschlandradio Kultur. Professor Darrell Standing, Insasse der Todeszelle des Zuchthauses von Folsom, der den Tod durch den Strang erwartet, erzählt die Geschichte seiner phantastischen Flucht: Wegen Mordes an einem Universitätskollegen angeklagt, wegen nicht begangener Sprengstoffanschläge brutalen Vernehmungsmethoden unterzogen, gefoltert und zuletzt in monatelanger Einzel- und Dunkelhaft in einem zugigen Verlies in der gefürchteten Zwangsjacke beinahe zu Tode gemartert, lernt Standing von einem Mitgefangenen eine geheimnisvolle Kunst: er verlässt den geschundenen Körper, schweift durch Zeit und Raum, tritt in andere, abenteuerliche Leben ein, während er selbst verurteilt ist, zu verlöschen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.02.2017

Tobias Lehmkuhl kann Kai Grehns Hörspielversion von Jack Londons Roman "Die Zwangsjacke" nicht wirklich empfehlen. Zum einen, weil hier die Schwachstellen und Unglaubwürdigkeiten, die der Plot aufweist, besonders hervortreten, meint der Kritiker. Zum anderen, weil Grehn sich vor allem auf die Qualen der Zwangsjacke konzentriert, die Londons Held Ed Morell erleiden muss, bedauerlicherweise aber die ausführlich erzählten, interessanten Geistesreisen Morells und die Spielszenen im Gefängnis kürzt, klagt Lehmkuhl. Sebastians Blombergs kontinuierliches Röcheln hat den Rezensenten zwar nicht kalt gelassen, trägt auf Dauer aber ebenso wenig über die achtzig Minuten wie der eintönig "wummernde" Klangteppich, findet er.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2016

Anja Hirsch erlebt eine verstörende Reise ins Unbewusste mit dieser Hörspiel-Adaption von Jack Londons 1916 erschienenem Roman über einen in San Quentin einsitzenden zum Tode verurteilten Mörder. Sowohl die Musik von Tarwater als auch das existentielle Thema und seine nuancierte Darstellung durch Sebastian Blomberg haben Hirsch beeindruckt. Schikane, Isolation und Folter im Knast scheinen ihr nachvollziehbar. Wie sich dabei Sozialkritik und Surreales, Spirituelles und brutale Realität mischen, findet Hirsch erstaunlich und kraftvoll.
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