Ivy Pochoda

Diese Frauen

Kriminalroman
Cover: Diese Frauen
Ars vivendi Verlag, Cadolzburg 2021
ISBN 9783747202180
Gebunden, 360 Seiten, 23,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Sigrun Arenz. Mehrere Frauenleichen werden entlang der Western Avenue von Los Angeles entdeckt, doch das LAPD interessiert sich nicht besonders für die Toten, die immerzu als diese Frauen bezeichnet werden. Diese Frauen an den Straßenecken … diese Frauen in den Bars ... diese Frauen, die nicht aufhören, Fragen zu stellen ... diese Frauen, die bekommen haben, was sie verdienen. Ivy Pochoda erzählt die Geschichten von fünf durch das Verbrechen miteinander verbundenen Frauen - darunter Detective Esmerelda Perry, die der Spur des Killers folgt ...

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 22.10.2021

Rezensent Ulrich Noller ist überzeugt von Ivy Pochodas Krimi. Dass die Autorin nicht den Serienkiller ins Zentrum ihrer Erzählung stellt, sondern seine weiblichen Opfer, scheint ihm besonders. Barkeeperinnen, Prostituierte, Frauen am Rand einer sexistischen Gesellschaft - ihre Milieus leuchtet die Autorin im Buch aus, porträtiert die Frauen und setzt sie in Beziehung zu den Gewalttaten, erklärt Noller. Versiert scheint ihm und intelligent in der Konstruktion, wie Pochoda das Individuelle mit dem Gesellschaftlichen verbindet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2021

Rezensentin Katrin Doerksen erzählt interessiert den Inhalt von Ivy Pochodas "Diese Frauen" nach. Die in L.A. lebende Autorin beschreibt in Form eines Kriminalromans patriarchale Herablassung gegenüber weiblichen Ängsten und verinnerlichten Rassismus anhand eines Serienmords an zwei Sexarbeiterinnen, der nur von einer einzigen Polizistin, nämlich Esmeralda Perry, in Zusammenhang mit früheren Morden gebracht wird, informiert Doerksen. Obwohl das Subgenre des "Serienkillerromans" typischerweise einer Faszination für den Täter erliegt, bleibt dieser in Pochodas Buch hinter sechs Frauenperspektiven zurück, allesamt Augenzeuginnen, Zurückbleibende und Überlebende, erklärt die Rezensentin. Man könne in dieser Geschichte auch ein Plädoyer für die Finanzmittelkürzung der Polizei erkennen, findet Doerksen, aber auch, wenn die Welt der Autorin in diesem Roman sehr deutlich in Schwarz-Weiß dargestellt wird, zieht es die Rezensentin durch die beschriebene Atmosphäre sowieso auf ihre Seite.
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