James Sallis

Driver

Roman
Cover: Driver
Liebeskind Verlagsbuchhandlung, München 2007
ISBN 9783935890465
Gebunden, 160 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Jürgen Bürge. Driver ist kein Verbrecher. Jedenfalls nicht im engeren Sinne. Er ist nur der beste Stuntfahrer, den man in Hollywood kriegen kann. Und manchmal fährt er bei Raubüberfällen den Fluchtwagen, obwohl ihn das gar nicht so richtig interessiert. Genauso wenig wie die Hollywoodfilme. Eigentlich will er nur fahren. Aber dann läuft einer dieser Überfälle schief, und Driver findet sich in einem schäbigen Motel in Arizona wieder, mit mehreren Leichen im Zimmer und einer Tasche voller Geldscheine. Eigentlich sollte auch er tot sein, denn der Raubüberfall war eine abgekartete Sache ...

Im Perlentaucher: Rezension Perlentaucher

James Sallis erlaubt sich mit dem Verehrten nicht postmodern, was er will. Er fälscht sich aber auch kein eigenes Original zurecht, vielmehr destilliert er, indem er in Sachen Plot, Dialog und Charakterisierung nur das Nötigste tut, Noir-Essenzen. "Driver" ist das Gegenteil von Überwältigungsliteratur, ein Werk, das vielmehr durch Klarheit berauscht...
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.09.2007

Allzu klar ist Tobias Gohlis' Nacherzählung des Thrillers nicht. Vielleicht ist es die Ergriffenheit, die ihn noch um Worte ringen lässt. Denn dass er "Driver" meisterhaft findet - daran lässt der Rezensent keinen Zweifel. Es geht noch mal um einen einsamen amerikanischen Helden wie aus dem Kino, einen "Driver", der in Hollywood mit Virtuosität Autos zu Schutt fährt, der hier in eine unklare Rachehandlung gerät und dabei stets ein kühler Beobachter bleibt. Nebenbei findet er Zeit, mit seinem Wohnungsgenossen, einem Drehbuchschreiber, Gespräche über Celan zu führen. Sind nur 160 Seiten, aber sie haben Gohlis gepackt.