Warwick Collins

Fuckwoman

Roman
Antje Kunstmann Verlag, München 2002
ISBN 9783888972942
Gebunden, 272 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Uda Strätling. Fuckwoman - unter diesem Namen versetzt eine große Unbekannte die Männerwelt von Los Angeles in Angst und Schrecken: eine selbst ernannte Rächerin, die es auf Sextäter, Vergewaltiger und Frauenschänder abgesehen hat. Geknebelt, geschunden und offenbar sexuell gedemütigt tauchen an früheren Tatorten Fuckwomans Opfer auf, und damit hat nicht nur die Polizei von L.A. ein Problem...

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 21.03.2002

Tobias Rapp hat einiges auszusetzen an Warwick Collins "Fuckwoman": Der Autor habe offensichtlich ein Problem damit, sich auf etwas festzulegen. Seine quasi Neufassung des "Superman"- Stoffes ist ein "Gender-Roman" geworden, der zwangsläufig auch die Auseinandersetzung mit dem Thema "Selbstjustiz" fordert, und trotzdem verweigert der Autor jegliche klare Stellungnahme zu diesen immerhin nicht unwesentlichen gesellschaftlichen Fragen, ärgert sich der Rezensent. Ebenso verhält es sich mit den Protagonisten. Diese seien einfach bar jeder "Identität", ließen weder Persönlichkeit noch Vorleben plausibel erkennen. Dies hat fatale Folgen für den Roman, denn wer erst einmal A sagt, also "kontroverse" Motive wie die Gender-Problematik anschneidet, kann in den letzten Kapiteln nicht kommentarlos "in einfachen Populismus" verfallen, betont Tobias Rapp. Aber genau das macht Warwick, und so wird sein Buch zu einer "eher zwiespältigen Lektüre", kritisiert Rapp.
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