Aus dem Slowenischen von Erwin Köstler und Kristina Kallert. Mit Anmerkungen und einem Nachwort von Erwin Köstler. Band 6 der Cankar-Werkausgabe.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.05.2000
Die Rezensentin Ilma Rakusa stellt einen Band der neu übersetzten Werke Ivan Cankars vor. Jeder der neun ins Deutsche übertragenen Bände (die Originalausgabe zählt 30 Bände) beweist die "herausragende Bedeutung dieses Klassikers der slowenischen literarischen Moderne", rühmt die Rezensentin. Cankars Romane, Novellen und Erzählungen widmeten sich der Randgesellschaft vom Lande und der Stadt, wobei sie dem Pessimismus mit einer "unbändigen Sehnsucht" begegnen. Besonders einnehmend findet Rakusa die "poetische Diktion" Cankars, die "Höhen und Tiefen" vereinigt. In den besprochenen zwei Erzählungen "Nina" und "Kurent" trete diese Sprachkunst deutlich zutage. In "Kurent" gehe es um das "leidgeprüfte slowenische Volk", das in rettende "Morgenröten" hinausgeführt wird. Trotz solcher Thematik wirken die Texte Cankars nicht "ideologisch" oder "pathetisch", so Rakusa. Sie seien eher ein Beispiel dafür, wie die Utopie ihre Realisation im Text finden könne.
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