Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.04.2003
Der mit "Jdl" zeichnende Rezensent zeigt sich begeistert von einem ganz und gar ungewöhnlichen Lesebuch. Eine ungeheure Fülle von Material habe der Herausgeber Klaus Amann hier versammelt. So verschieden die Autoren auch seien, eines haben sie gemein: die Distanz zur Region Kärnten und ihren Traditionen, "die Verachtung als produktivere Variante der Zuwendung". Die Diversität dieser Texte sei zudem in der Form fortgeführt. Kurze Zitate zwischen den längeren Texten fungierten als "Ergänzungen oder Brechungen" und tragen damit ebenso zu dem Eindruck von Fülle der Anthologie bei wie die große Zahl der Autoren und der Themengebiete, lobt der Rezensent.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…