Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.04.2003
Der mit "Jdl" zeichnende Rezensent zeigt sich begeistert von einem ganz und gar ungewöhnlichen Lesebuch. Eine ungeheure Fülle von Material habe der Herausgeber Klaus Amann hier versammelt. So verschieden die Autoren auch seien, eines haben sie gemein: die Distanz zur Region Kärnten und ihren Traditionen, "die Verachtung als produktivere Variante der Zuwendung". Die Diversität dieser Texte sei zudem in der Form fortgeführt. Kurze Zitate zwischen den längeren Texten fungierten als "Ergänzungen oder Brechungen" und tragen damit ebenso zu dem Eindruck von Fülle der Anthologie bei wie die große Zahl der Autoren und der Themengebiete, lobt der Rezensent.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…