55 Minuten Laufzeit. Sprecher: Christian Brückner. Eine Kooperation mit dem WDR. Hörspielmonolog zum 11. September 2001: Ein Mann steht in New York am Fenster. Er schaut auf ein verwüstetes Areal gegenüber. Dort, unter den Trümmern des World Trade Centers, sind Tausende von Menschen begraben. Und der Mann versucht all dies zu begreifen.
Als "hörbare Verunsicherung" hat Rezensent Konrad Heidkamp Israel Horovitz' Monolog über den Schrecken des 11. September empfunden. Das von Christian Brückner vorgelesene Stück sei "kein Stück Literatur für die Ewigkeit", weil es "so widersprüchlich, so hervorragend, bedrückend und banal (ist) wie alles, was einem klugen und empfindsamen Menschen einfallen kann, der ein paar Straßenzüge vom Ground Zero entfernt ... merkt, dass jede Sicherheit verschwunden ist." Horovitz analysiere oder verfremde nicht, sei so fassungslos, so betrübt oder tagträumend wie jeder von uns. Nach Sontag-Roy-Baudrillard, so Heidkamp, spüre man durch das Hörbuch wieder, "'dass es wirklich passiert ist.'"
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