Isabelle Arsenault, Fanny Britt

Jane, der Fuchs und ich

Cover: Jane, der Fuchs und ich
Reprodukt Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783943143911
Gebunden, 104 Seiten, 29,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Ina Pfitzner. Wenn sie nach der Schule allein im Bus sitzt, schafft Hélène bis zu 13 Seiten in ihrem Lieblingsbuch "Jane Eyre". Wenn aber die anderen Mädchen aus ihrer Klasse mitfahren, über sie tuscheln und kichern, dann kann sie nicht mehr lesen, nur noch warten, dass die Tortur vorübergeht. Seit sich ihre früheren Freundinnen ohne jede Erklärung von ihr abgewandt haben, besteht Hélènes Schulalltag aus Kränkungen und Schikanen. Trost findet sie nur bei Charlotte Brontës Romanheldin Jane Eyre, in deren Lebensgeschichte sich das Mädchen verlieren und ihren eigenen Kummer vergessen kann. Als sie jedoch auf einer Klassenfahrt vor den Augen aller gedemütigt wird, braucht Hélène mehr als nur eine fiktive Freundin, um den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren…

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.06.2014

Die Atempausen und das Verträumte in der Geschichte um die junge Hélène, die in der Schule als Außenseiterin gilt, täuschen Anna Mayrhauser nicht darüber hinweg, dass es sich um eine traurige, ja harte Erzählung handelt. Selbst das Happy End macht die Beklemmung nicht wett, die die Rezensentin verspürt, wenn das Zeichnerin-Texterin-Duo Fanny Britt und Isabelle Arsenault die Verlorenheit ihrer Figur, ihre Strategien gegen die Einsamkeit und das Abseitsstehen in schwarzweißen Bleistift-Zeichnungen lakonisch, aber eben doch "herzzerreißend" in Szene setzen.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 03.05.2014

Zwei neue Comics befassen sich mit gemobbten Kindern und Jugendlichen, berichtet Margarete Stokowski und legt beide zum Vergleich aneinander. Anders als Olivia Viewegs "Antoinette kehrt zurück" ist Fanny Britts und Isabelle Arsenaults Debütcomic "Jane, der Fuch und ich" eine eher introvertierte Angelegenheit und erzählt von einem gedemütigten Kind und dessen Umgang damit auf "leise, kühle und vorsichtige" Art. Passend zum Sujet brechen nur wenige Farben aus dem ansonsten vorherrschenden grau-schwarzweißen Bild aus, erklärt die Rezensentin. Auch verinnerlicht die Protagonistin der Geschichte ihre Schmerzen eher als dass sie sie nach Außen trägt - und am Ende steht eine durch Glück geschlossene Freundschaft. Wie Olivia Vieweg bieten zwar auch auch Fanny Britt und Isabelle Arsenault zwar in ihrem Comic keine Lösung an, doch nehmen beide Veröffentlichungen die Lebensrealität traumatisierter Kinder sehr ernst, schließt Strokowski ihre Besprechung.
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