Tollwut, Ebolafieber, Vogelgrippe, Affenpocken, SARS-CoV-2 - allesamt gefährliche Viruserkrankungen. Und jedes Mal wurde das Virus von wild lebenden Tieren auf Menschen übertragen, um dort sein zerstörerisches Werk zu beginnen. Besonders häufig haben solche Viren ihren Ursprung in Fledermäusen. Isabella Eckerle erforscht seit vielen Jahren die Beziehung zwischen Viren, Wildtieren und Menschen. In ihrem Buch gibt die Expertin für neuartige Krankheitserreger Einblicke in ihre wissenschaftliche Arbeit im Labor und im afrikanischen Urwald. Und sie geht der brisanten Frage nach, welche Rolle die Beziehung von Mensch und Tier, der Klimawandel und das Artensterben in Zukunft für die globale Gesundheit spielen. Ihr Resümee macht Hoffnung: Der Mensch hat es in der Hand, ob aus einem Tier-Virus eine Pandemie wird.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 19.09.2023
Wer einen Antivirenberater sucht, wird mit Isabella Eckerles Buch nicht glücklich werden, stellt Rezensent Michael Lange klar. Die Autorin ist zwar Virologin, interessiert sich hier aber für die ökologischen Aspekte der Corona-Pandemie. Die wird oft den Fledermäusen in die Schuhe geschoben, aber das heißt nicht, führt Lange mit Eckerle aus, dass diese Tiere besonders starke Immunreaktionen haben. Stattdessen sind sie toleranter gegenüber den Viren geworden, berichtet Eckerle laut Lange. Schuld an Corona sind eh nicht sie, heißt es laut Rezensent weiter, sondern wir Menschen beziehungsweise unser immer rabiateres Eindringen in entlegene Gebiete. Ein Buch, das auf simple Antworten verzichtet und tiefer bohrt, freut sich der Rezensent.
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