Im Kirchenraum der italienischen Frührenaissance treten Skulptur und Malerei in ein spannungsvolles Wechselspiel. Mit ihrem besonderen mimetischen Anspruch und im Rückgriff auf ältere Bildformulare setzen intermediäre Altarbilder neue Bedeutungspotentiale des religiösen Bildes frei: Durch Kombination von polychrom gefasster, lebensgroßer und taktil erfahrbarer Skulptur mit flachgemaltem Hintergrund werden Bild und Betrachterrealität miteinander verknüpft. Werke von Luca Signorelli und Francesco di Giorgio Martini, Filippino Lippi und Benedetto da Maiano sowie Francesco Botticini und Antonio Rossellino geben Einsichten in die mediale Bildpraxis des Quattrocento vor dem paragone, dem Wettstreit der Künste. Im Mittelpunkt stehen neben der Materialikonografie und -ästhetik Fragen nach Funktion und Wirkung von Skulptur und Malerei im Kirchenraum.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2007
Eine "grundlegende Studie" über die Altäre der italienischen Frührenaissance" erblickt Rezensent Niklas Maak in dieser Dissertation, die Iris Wendelholm vorgelegt hat. Er schätzt, wie er in der FAZ am Sonntag schreibt, das Werk als wissenschaftlich anspruchsvoll, aber gleichwohl fesselnd. Auf jeden Fall zählt er es zu den wenigen Publikation in der unübersehbaren Flut von Kunstbüchern, die eine Lektüre wirklich lohnen. Es gelingt der Autorin in seinen Augen, die ungeheure Lebendigkeit der religiösen Szenen auf den Reliefbildern des Quattrocento zu verdeutlichen, die die Menschen damals in Erstaunen versetzten und faszinierten. Die Wirkung dieser höchst real anmutenden Werke auf die zeitgenössischen Betrachter scheint Maak vergleichbar mit der von großen Kinofilmen heute.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.01.2007
Iris Wenderholms Studie über Altarbilder der italienischen Frührenaissance hat Rezensentin Jeanette Kohl rundum überzeugt. Die Analysen der sogenannten intermediären, also Gemälde und Skulpturen verbindenden Altarbilder unter wirkungsästhetischen und kunsttheoretischen Prämissen findet sie profund und überaus aufschlussreich. Besonders hebt sie die Ausführungen über das Altarbilds des Heiligen Leonhards aus dem toskanischen Lucca hervor. Sie bescheinigt der Autorin, die zentrale Bedeutung der Plastik im religiösen Bereich in der italienischen Frührenaissance vor Augen zu führen und materielle wie mediale Topoi und Paradigmen zu herauszuarbeiten. Dabei wird das italienische Quattrocento für Kohl als eine "faszinierende Zeit bildmedialer Experimente und doppelbödiger Inszenierungsformen" verständlich.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.01.2007
Iris Wenderholms Studie über Altarbilder der italienischen Frührenaissance hat Rezensentin Jeanette Kohl rundum überzeugt. Die Analysen der sogenannten intermediären, also Gemälde und Skulpturen verbindenden Altarbilder unter wirkungsästhetischen und kunsttheoretischen Prämissen findet sie profund und überaus aufschlussreich. Besonders hebt sie die Ausführungen über das Altarbilds des Heiligen Leonhard aus dem toskanischen Lucca hervor. Sie bescheinigt der Autorin, die zentrale Bedeutung der Plastik im religiösen Bereich in der italienischen Frührenaissance vor Augen zu führen und materielle wie mediale Topoi und Paradigmen herauszuarbeiten. Dabei wird das italienische Quattrocento für Kohl als eine "faszinierende Zeit bildmedialer Experimente und doppelbödiger Inszenierungsformen" verständlich.
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