Aus dem Katalanischen von Petra Zickmann. Alle Frauen, die in dem abgelegenen Bauernhaus in den Pyrenäen jemals geboren wurden oder gestorben sind, versammeln sich am Todestag der uralten Bernadeta zu einem Fest. Auf dem Herd schmort ein Zicklein, Wölfe heulen ums Haus, der Teufel ist nicht weit. Und man erinnert sich an einen Schwur: Nie wieder wird ein Mann dieses Haus betreten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.12.2025
Irene Solas Roman ist für Rezensentin Judith von Sternburg ein Rätsel voll abgefahrener Wortschöpfungen, aber toll übersetzt. Die von Petra Zickmann laut Sternburg gekonnt vom Katalanischen ins Deutsche gebrachte Geschichte um Sterbende, plappernde Tote und Teufelspakte spielt passenderweise in einer abgelegenen Gegend, wo Wölfe Menschen und Menschen Wölfe töten, so Sternburg. Gut gefällt ihr, dass sich die Autorin jede Beurteilung und Erklärung versagt und nur erzählen will. Etwas Geduld beim Lesen kann nicht schaden, rät Sternburg
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 25.09.2025
Rezensentin Victoria Eglau kennt Irene Solà als eine Autorin, die immer wieder katalanische Mythen in ihren Büchern verarbeitet, so auch in diesem neuen Roman: Die alte Bäuerin Bernadeta liegt im Sterben, Solà lässt die Geschichte die Grenzen zwischen den Sphären Leben und Tod verfließen, Geister tauchen auf. Alles beginne mit Joana, die einen Pakt mit dem Teufel abgeschlossen habe, um an einen Mann zu kommen, dem jedoch ein Zeh fehle. Reklame geht allerdings nicht, schildert Eglau, so fehlt von nun an allen Kindern der Familie etwas. In derber Sprache schildert die Autorin ihr zufolge, wie der Aberglaube und die Mythen sich in die Familiengeschichte einschleichen, auch wenn die Figuren dabei ein wenig blass bleiben.
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