Ingrid Bacher

Die Grube

Roman
Cover: Die Grube
Dittrich Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783937717708
Gebunden, 174 Seiten, 17,80 EUR

Klappentext

Eine Frau bekommt 2010 die Nachricht, dass ihr verschwundener Bruder Simon für tot erklärt werden soll. Sie aber weiß, wie er starb. Damals 1992 in Garzweiler, einem Ort, der auf keiner Landkarte mehr existiert. Sie ist allein mit dieser Nachricht in Borschemich. Auch dies ein altes Dorf, das bald wie Garzweiler von der Grube geschluckt werden wird. In dieser Grube, jetzt schon eine der größten künstlich hergestellten Öffnungen der Erde, wird Braunkohle im Tagebaubetrieb abgebaut. Um über Simons Ende zu sprechen, versucht sie Kerstin, Simons Frau, zu erreichen und Simons Sohn, der sein Erbe sein wird. Die Erzählerin berichtet vom Aschoffschen Hof, von der Familie und von Simon, ihrem geliebten und bewunderten Bruder. Er konnte die Zerstörung seines Hofes und des Landes nicht verhindern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.12.2011

Die Ambivalenz der Moderne empfindet Rezensentin Sandra Kerschbaumer ja beim Lesen des Romans von Ingrid Bacher, wie soll man nicht angesichts der Drastik des Braunkohletagebaus, den das Buch schildert. Allerdings staunt Kerschbaumer doch, wie wenig subtil und mitunter pathosbeladen die Autorin bei der Darstellung des behandelten Konflikts zwischen Tagebau und niederrheinischer Heimat mitunter die alten Muster bedient, hier die zerstörerische Moderne, dort die mit der Scholle verwachsenen Menschen. Ein alter Topos fürwahr, meint Kerschbaumer, aber auch ein etwas simpler.
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