Ingo Kolboom (Hg.), Roberto Mann (Hg.)

Akadien: ein französischer Traum in Amerika

Vier Jahrhunderte Geschichte und Literatur der Akadier
Cover: Akadien: ein französischer Traum in Amerika
Synchron Wissenschaftsverlag der Autoren, Heidelberg 2005
ISBN 9783935025546
Gebunden, 1014 Seiten, 58,00 EUR

Klappentext

Der vorliegende Band gibt einen umfassenden Einblick in die Geschichte und Kultur der in Europa weitgehend unbekannten französischsprachigen Minderheit der Akadier in den atlantischen Provinzen Kanadas und im US-Staat Louisiana. Dabei entsteht die Geschichte des 400-jährigen Überlebenskampfes eines Volkes, dessen Vorfahren im 17. Jahrhundert aus Frankreich aufbrachen, um sich in Nordamerika eine neue Heimat aufzubauen und das die multikulturelle kanadische bzw. nordamerikanische Gesellschaft nachhaltig geprägt hat. Der Band umfasst drei Hauptteile: die erste deutschsprachige Geschichte der Akadier von 1604 bis heute (verfasst von Ingo Kolboom), eine literarische Anthologie mit französischsprachigen Originaltexten aus vier Jahrhunderten (zusammengestellt und kommentiert von Roberto Mann) und eine Abteilung mit kürzeren Gastbeiträgen zur Sprache der Akadier (von Ingrid Neumann-Holzschuh), zum akadischen Film (von Thomas Scheufler), zwei literarischen Essays aus Kanada und Sachsen (Jacques Gauthier, Sandra Eulitz) sowie einem Nachwort von Maurice Basque, dem Direktor des Zentrums für akadische Studien der "Universite de Moncton" (Neubraunschweig) als Kooperationspartner des Projekts. Der Anhang enthält ein Glossar mit Akadianismen, eine chronologische Übersicht, eine umfangreiche Gesamtbibliographie sowie eine Liste von Internetadressen. Beigelegt sind eine DVD mit einem Dokumentarfilm über die Akadier von Eva und Georg Bense sowie eine CD mit Materialien, Texten, Bildern, Videos und Musikbeispielen (bearbeitet von Thomas Scheufler).

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.06.2006

Tilman Spreckelsen wählt den lyrisch-schweifenden Einstieg ins Thema, zitiert Longfellow und sagt zum Buch selbst nicht allzu viel. Immerhin scheint er froh über die Aufmerksamkeit, die dem kleinen Volk der Akadier mit diesem Werk entgegengebracht wird. Manchmal wird ihm das Wohlwollen gegenüber dem Völkchen der Akadier aber zu viel: im Aufsatz über die akadische Geschichte und in der überdimensionierten Sammlung akadischer Literatur. Die Klärung sprachlicher Besonderheiten der kleinen frankophonen Kolonie in Amerika sowie das umfangreiche digitale Begleitmaterial aber stimmen ihn milde. Und respektvoll angesichts dieses "seltenen Willens zur Vollständigkeit".
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de
Stichwörter

Beliebte Bücher

Julian Barnes. Abschied(e). Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Julian Barnes: Abschied(e)
Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…
Dorothee Elmiger. Die Holländerinnen - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2025.Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen
Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…
Elias Hirschl. Schleifen - Roman. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2026.Elias Hirschl: Schleifen
Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…
Leila Slimani. Trag das Feuer weiter - Roman . Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Leila Slimani: Trag das Feuer weiter
Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…