Inger-Maria Mahlke

Silberfischchen

Roman
Cover: Silberfischchen
Aufbau Verlag, Berlin 2010
ISBN 9783351033095
Gebunden, 198 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Hermann Mildt war Polizeibeamter, bis man ihn frühpensionierte, weil er seine tote Frau im Garten fotografierte. Eher unfreiwillig nimmt er Jana Potulski bei sich auf, sie ist Polin ohne Papiere und sucht eine Übernachtungsmöglichkeit. Warum er sich auf sie einlässt, kann er nicht sagen. Er darf ihre Brüste berühren, abends im Bad. Nach drei Tagen läuft sie ihm weg. Erst sucht er sie, dann wartet er, und schließlich findet er sie auf der Straße wieder. Und Jana Potulski kehrt mit ihm in die Wohnung zurück. Doch dann geht alles drunter und drüber.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.2010

Gleich der erste Satz dieses Romandebüts nimmt den Rezensenten Richard Kämmerlings gefangen. Danach, ist er sicher, kann nichts mehr schiefgehen, und das tut's dann auch nicht. Erzählt wird von einem alten Mann, Expolizist, Witwer, Fotograf ohne Hintergedanken, dem eine Frau um die fünfzig, aus Polen stammend, ins Haus kommt. Etwas tut sich zwischen den beiden, eine Annäherung, obwohl er alles andere als ein liebenswürdiger Mann ist, zu Sex kommt es auch. Ganz unpeinlich verstehe Inger-Maria Mahlke das zu erzählen und zu beschreiben und zu falscher Versöhnlichkeit neige sie erfreulicherweise gar nicht. Geschickt beharre sie auf der Perspektive des Mannes, dem es nicht gelingen will, über den eigenen Schatten zu springen. Vieles werde eher "im Vorbeigehen" angedeutet und doch prägt sich, lobt Kämmerlings, dieses Buch ein.
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