Bearbeitet von Christopher Frey und Martin Peche. Mit 115 Abbildungen und einem lose beiliegenden vollfarbigen Faksimile. Der den bis zuletzt verschollen geglaubten Nachlass von Robert Klopstock vorstellende Band enthält die kritische Erstedition von 38 bisher teils ungedruckten Briefen Franz Kafkas an seinen "letzten Freund". Die Briefe gewähren auch Einblick in Kafkas enge Verbindung mit der damals fünfundzwanzigjährigen Dora Diamant, der einzigen Frau, mit der er je zusammengelebt hat. Die sonstigen Nachlassmaterialien erschließen die weitgehend unbekannte Biografie des 1938 in die Emigration gezwungenen "verrückten Dr. Klopstock". Durch kommentierte Beschreibung Klopstocks eigener Manuskripte, seiner Lebensdokumente, einer umfangreichen Sammlung von Fotografien sowie der in seiner Bibliothek überlieferten Widmungsexemplare und nicht zuletzt der von ihm geführten Korrespondenz kann nun erstmals sein Lebensweg nachgezeichnet werden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.03.2003
Die Originale dieser Briefe werden gerade zum stolzen Preis von 1,2 Millionen Euro vom Auktionshaus Inlibris angeboten, berichtet Paul Jandl. Wer das Geld nicht aufbringt, kann das mit 65 Euro vergleichsweise billige (und aufwendig gestaltete) Katalogbuch erwerben, in dem die 38 Briefe Kafkas an seinen Freund Robert Klopstock dokumentiert sind. Außerdem enthält es eine Biografie des Freundes, den Kafka 1921 im Sanatorium kennen lernte. Klopstock war Ungar, erfahren wir von Jandl, er emigrierte 1938 nach Amerika und wurde ein anerkannter Spezialist für Lungentuberkulose. Die Freundschaft war kurz aber innig, Klopstock eilte sogar ans Sterbebett Kafkas. Sieben der Briefe seien bislang gänzlich unpubliziert, teilt Jandl mit, vierzehn weitere waren nur stark gekürzt (in der Edition Max Brods) nachzulesen gewesen. Ihr Inhalt: die Leiden des Lebens und der Lunge.
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