Herausgegeben von Ellen Ritter, Dalia Bukauskaite und Konrad Heumann. Mitarbeit: Rudolf Hirsch. Hofmannsthals Schaffen entzündete sich ein Leben lang an Werken anderer Autoren. Dies spiegelt sich in seiner Arbeitsbibliothek, die zu großen Teilen im Freien Deutschen Hochstift bewahrt wird und von Lesespuren und Aufzeichnungen bis hin zu Werknotizen durchzogen ist. Der Katalog verzeichnet für jeden einzelnen Titel sämtliche Anstreichungen, Annotationen und Notizen sowie Widmungen anderer. So erlaubt der Band einen Blick auf Hofmannsthals Werke aus der Perspektive seiner Lektüre.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.04.2012
Nur Gutes kann Rezensent Lorenz Jäger über diese kritische Ausgabe "Sämtlicher Werke" Hugo von Hofmannsthals berichten. Das exzellente Bibliotheksverzeichnis etwa sei unverzichtbar, meint der Kritiker, denn Hofmannsthals weiträumige Lektüre der klassischen Literatur oder der zeitgenössischen Theorien sei immer in seine Erzählungen eingeflossen. So findet Jäger hier Verweise auf Kulturtheoretiker wie Emerson, Nietzsche, Bachofen oder Otto Weininger und erfährt, dass der "Jedermann" beispielsweise auf ein mittelalterliches Mysterienspiel zurückgehe. Darüber hinaus hat der Rezensent interessante Einblicke in die Entwürfe, Gedanken und Fragmente Hugo von Hofmannsthals erhalten.
Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…