Hugo Loetschers Reisereportagen über Brasilien zum ersten Mal in Buchform. Brasilien war eine Liebe, die den Schweizer Schriftsteller sein Leben lang nicht losließ. Immer wieder bereiste er sein Sehnsuchtsland und schrieb Reportagen darüber für diverse Zeitungen. Das Porträt eines Landes, das, in Loetschers Worten, nach wie vor "zur Zukunft verdammt" ist.
Der Reiz von Hugo Loetschers Brasilien-Texten liegt für Kritiker Marko Martin in den "gewitzten Formulierungen", mit denen der Schweizer Journalist und Schriftsteller Europas Verhältnis zum südamerikanischen Sehnsuchtsland kommentiere. So habe in Loetschers Augen die 68er-Bewegung den überwundenen Kolonialismus mit anderen, nämlich ideologischen Mitteln fortgesetzt. Die journalistischen Texte aus der Zeit zwischen 1967 und 1992 hält Martin für immer noch aktuell und daher lesenswert, sie seien eine "faktengesättigte Vorform des Fiktiven", verspricht der Rezensent, dessen Neugier geweckt ist. Bei aller Sympathie Loetschers für Brasilien gerate der Autor niemals ins Schwärmen wie einst Stefan Zweig, stellt der Rezensent fest, sondern bleibe selbst bei Liebesszenen nüchtern. Nicht zuletzt gelinge es Loetscher, mit klugen Porträts einheimischer Intellektueller die vermeintliche Exotik Brasiliens zu reflektieren.
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