Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 02.07.2010
Martin Lüdke zieht den Hut vor diesem Lebenswerk. In den vorliegenden ausgewählten Gedichten und Balladen zieht es vor den Rezensentenaugen vorüber, das Leben des Horst Peisker und seines Alter Ego Dillinger. Lüdke folgt den Versen aus fünfzig Jahren noch einmal in die Frankfurter Nachkriegsjahre, in die Kneipen, zu den harten Typen, aber er spürt auch deutlich die Altersmilde des Autors, eine Entwicklung hin zum elegischen Ton, Natur- und Stimmungsbilder inklusive. Lüdke hält das für Reife, scheint ihm Peisker doch auch seiner Mittel sicherer geworden. Die manchmal durchklingende Bitterkeit nimmt er dem Autor schon darum nicht ganz ab. Dafür eine Form zu finden, einen Ausdruck, meint Lüdke, das ist doch nicht wenig.
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