Herbie Hancock

Möglichkeiten

Die Autobiografie
Cover: Möglichkeiten
Hannibal Verlag, Innsbruck 2018
ISBN 9783854456506
Gebunden, 336 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Mit Lisa Dickey. Aus dem Englischen von Alan Tepper. Herbie Hancock ist eine Ikone des Jazz. Er wird in einem Atemzug mit Miles Davis, John Coltrane und Charlie Parker genannt. Im Alter von 78 Jahren reizen den Pianisten und begnadeten Komponisten immer noch neue Herausforderungen, ungewöhnliche Kooperationen und unerforschte Terrains. Während viele Jazz-Musiker in der Vergangenheit lediglich etablierte Klangmuster neu ausgestalteten, stellte Hancock das gesamte Genre in Frage und transzendierte somit fest abgesteckte Grenzen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2019

Bereits in der 1989 erschienenen Autobiografie von Miles Davis hat Rezensent Wolfgang Sandner Wesentliches über Herbie Hancock erfahren. Nun ist hier auch Hancocks eigene Autobiografie erschienen, und der Kritiker erfährt Wesentliches über: Miles Davis. Aber damit nicht genug: Neben dem Viertel des Buches, das sich mit Davis, dessen Einfluss auf den Jazz und der Beziehung der beiden Musiker untereinander beschäftigt, liest Sandner natürlich auch die angenehm "diskret und bescheiden" erzählte Lebens- und Erfolgsgeschichte Hancocks, bewundert die "austernhafte Verschwiegenheit" des Jazzers seiner Familie gegenüber und freut sich umso mehr über dessen Einblicke in musikalische Vorgänge. Dass die im Original enthaltenen vierunddreißig Aufnahmen in der deutsche Ausgabe auf sieben reduziert wurden, findet der Kritiker bedauerlich. Vor allem aber ärgert er sich über die deutsche Übersetzung, der er nicht nur Fehler im Umgang mit Fachwörtern sondern auch deren Anglizismen ankreidet.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.10.2018

Ein "grandioses" Buch, aber nur für Hancock-Kenner, meint Rezensent Andrian Kreye, der den Band mit spürbarer Sympathie für den Jazzmusiker Herbie Hancock bespricht. Für alle anderen, fürchtet Kreye jedoch, bietet es eher eine mittelmäßige, weil erwartbare Lebensbeschreibung. Das liegt für ihn zum einen an Lisa Dickey, einer professionellen Ghostwriterin, die hier wohl ordentlich, aber nicht sehr inspiriert gearbeitet hat. Zum anderen war das Leben des "in stabilen kleinbürgerlichen Verhältnissen" aufgewachsenen Hancock auch nicht ganz so dramatisch, wie das einiger anderer Jazzgrößen. Großartig wird das Buch für Kreye aber immer dann, wenn es konkret um die Musik geht, um produktive Missverständnisse mit Miles Davis oder die Zusammenarbeit mit Joni Mitchell. Dann hört der Kritiker im Geiste mit und lässt sich von der Musik davontragen.
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