"Er ließ seine Leidenschaft nach innen fließen, wo sie explodierte, und atmete dann die Gefühle durch seine Trompete aus, wie eine heilige und unverletzliche Seele. Die blue notes wurden sein Markenzeichen. Schnell, langsam, leidenschaftlich, gefühllos, ihm war es egal, welches Tempo gespielt wurde, die Schwingung blieb immer die gleiche - der Blues." Die Geschichte des Raymond Douglas, geboren in den Slums von St.Louis, aufgewachsen zwischen Jugendbanden und mit der Aussicht, einmal ein ganz großer in der Welt der Jazzmusik zu werden...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.10.2001
Thomas Leuchtenmüller bespricht zwei Publikationen einer neuen Buchreihe mit Namen "Soul Fiction", die sich afroamerikanischen Autoren und Autorinnen aus dem vergangenen 50 Jahren verschrieben hat: "Tanz auf rohen Eiern" und "Corner Boy" von Herbert Simmons. Den Autor dieser beiden Bücher, in denen jeweils ein jugendlicher Protagonist aus dem Slum einer großen Stadt auf die schiefe Bahn gerät, lobt der Rezensent als die "wahre Entdeckung" der Buchreihe. Er freut sich an den "unverbrauchten Vergleichen" Simmons und preist insbesondere die "raffinierte" Erzählweise der Bücher, die ihn in ihrem Rhythmus stark an musikalische Werke erinnern.
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