Helmut Feld

Frauen des Mittelalters

Zwanzig geistige Porträts
Cover: Frauen des Mittelalters
Böhlau Verlag, Köln 2000
ISBN 9783412058005
Gebunden, 472 Seiten, 34,77 EUR

Klappentext

Die geistige Welt des Mittelalters ist reich an beeindruckenden Frauengestalten. Kaiserinnen, Ordensfrauen, Mystikerinnen und Heilige haben zur religiösen Tradition, zur Philosophie und zur mittelalterlichen Literatur Bedeutendes beigetragen. Zwanzig herausragende Frauen werden in diesem Buch porträtiert. Den zeitlichen Bogen spannt Helmut Feld von Kaiserin Adelheid (10. Jh.) bis Jeanne de Jussie (16. Jh.). Sein besonderes Augenmerk richtet er auf die religiöse Erfahrungswelt der Frauen: Worin bestanden ihre religiösen Vorstellungen, ihre visionären Erlebnisse? Wie konnten sie ihre geistige Erfahrungswelt literarisch und existentiell bewältigen? Porträtiert werden Kaiserin Adelheid, Hrotsvitha von Gandersheim, Adele von Blois, Eleonore von Aquitanien, Heloise, Hildegard von Bingen, Elisabeth von Schönau, Herrad von Hohenburg, Klara von Assisi, Cecilia von Rom, Angela von Foligno, Margherita von Cortona, Mechtild von Magdeburg, Mechtild von Hackeborn, Gertrud von Helfta, Marguerite Porete, Birgitta von Schweden, Katharina von Siena, Jeanne d`Arc und Jeanne de Jussie.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.03.2001

Mit einigen wenigen Einschränkungen legt Angelika Dörfler-Dierken diese Buch "nicht nur Fachgelehrten, sondern ebenso auch den interessierten Laien" ans Herz. Zwar zeigt sich die Rezensentin etwas erstaunt darüber, dass der Autor das "jungfräuliche Lebensideal für die tragende Säule des Christentums" hält, ohne dabei auf das "zweistufige Heiligkeitsideal" (eine Klasse für die Unverheirateten und eine für die Ehelichen) einzugehen. Doch insgesamt zeigt sie sich von der Porträtsammlung der mittelalterlichen Frauen recht angetan. Deutlich wird dabei - wie Dörfler-Dierken anmerkt -, dass viele dieser Frauen einen weitaus größeren Einfluss auf das Christentum gehabt haben als allgemein bekannt - allein schon deshalb lohne die Lektüre des Buchs. Und auch die Strategien zum persönlichen Machtgewinn und -erhalt dieser Frauen werden nach Ansicht der Rezensentin hier anschaulich dargestellt. Erleichtert merkt Dörfler-Dierken darüber hinaus zum Schluss an, dass der Band nicht durch Anmerkungen, Quellen und Angaben zur Sekundärliteratur überfrachtet ist, sondern diese sich auf das Wesentliche beschränken.

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