"Ein Körnchen Haschisch macht dich zum Weisen, das Körnchen zu viel zum Esel", sagt ein persisches Sprichwort, und das kann Helge Timmerberg unterschreiben. Nach 50 Jahren regelmäßigen Konsums kann er Cannabis weder verherrlichen noch verteufeln. Er beschreibt einfach nur ziemlich ehrlich, wann ihm ein Joint hilft und wann er ihm schadet - und warum das niemanden etwas angeht als ihn selbst: "Ich lass mir doch nicht von Gewohnheitstrinkern das Kiffen verbieten." Der Veteran im Krieg gegen die Marihuana-Prohibition ist nun durch die Länder gereist, die Cannabis bereits legalisiert haben. Was auf uns zukommt, wenn in Deutschland zur Abwechslung mal Pragmatismus über den erhobenen Zeigefinger triumphiert, erzählt er in diesem Buch.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 28.09.2023
Als "bekennender Kiffer" breitet Helge Timmerberg dem abstinent lebenden Rezensenten Gerrit Stratmann die Welt des Cannabis mit anekdotischer Leichtigkeit aus. Von den Kreuzrittern bis zur Hippie-Zeit schildert er die Geschichte der Droge und reist durch die Welt, zu den Hanfplantagen in Marokko, über die Amsterdamer Coffeeshops zu den Arbeitsplätzen, die medizinisches Marihuana in den USA geschaffen hat und stellt sich Fragen nach Wirkungen und Potentialen, die auch Stratmann interessieren. Eine Entscheidungshilfe für oder gegen Legalisierung liest er hier nicht, aber anregend-lässige Geschichten über ein subjektives Verhältnis zum Joint.
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