Helene Flöss

Schnittbögen

Roman
Haymon Verlag, Wien 2000
ISBN 9783852183343
Gebunden, 205 Seiten, 17,38 EUR

Klappentext

Südtirol in den dreißiger und vierziger Jahren. Zwei Liebesgeschichten, in ein dichtes Netz von Politik, Krieg, Alltagsereignissen und Bräuchen in der Kleinstadt und am Dorf verwoben, wie die Punkte, Striche und Linien der Schnittmuster, auf die die Schneiderin Elsa ihre tagebuchartigen Notizen schreibt. Verwoben auch in die Briefe, die Matti seiner Verlobten Olga schreibt, zuerst aus Berlin, später von der russischen Front. Bögen der Erinnerung, Einschnitte, Schnitte...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.09.2000

Der Rezensent mit dem Kürzel "czz." zeigt sich sehr beeindruckt von diesem Roman, der während des Zweiten Weltkriegs spielt. Flöss erzähle von dieser Zeit, die schon so oft beschrieben wurde, mit "beachtlicher Souveränität". Der "etwas andere" Blickwinkel stelle sich schon allein durch die Wahl des Ortes ein - die abgelegene bäuerliche Welt Südtirols, das ja schon für sich ein "Sonderfall" sei. Der Rezensent lobt die "glasklare Sprache" der Autorin und das Glossar im Anhang, mit sich dem Leser die "tirolerischen und ladinischen Fremdsprachenzitat" erschließen.