Unveröffentlichte Zeichnungen und farbige Bilder von Heinz Weder. Heinz Weder verkörperte den Typus eines begabten Autors der literarischen Moderne, den "das Buch" nicht nur als Autor, sondern auch als Macher, Vermittler vereinnahmte, das heißt: er wurde Buchhändler und Verleger und hatte damit keine Chance mehr, ein "vollamtlicher Dichter" zu sein. Trotzdem hat er sein Schreiben nie als Nebensache betrachtet. Der Bruder Bruno Weder gibt hier die besten bekannten und bisher unbekannten Arbeiten heraus, viele veröffentlichte und unveröffentlichte Gedichte, Essays um Kunst, Schreiben, offene Gesellschaft und begleitet das Buch mit einer biografischen Skizze.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.01.2002
Martin Zingg begrüßt den Band mit gesammelten Texten des vor 8 Jahren verstorbenen Autors, auch wenn, wie er meint, die Zeit nicht ganz spurlos am Werk Weders vorüber gegangen ist. Dennoch hat der Rezensent so manches auch heute noch Überraschende gefunden. Besonders den mitunter "rhapsodischen" Stil mit seinen verblüffenden Gedankenwendungen findet er nach wie vor "ansprechend". Der Band biete mit seiner Auswahl an Prosa, Lyrik und Hörspiel einen guten Überblick über das gesamte Schaffen Werders. Auch die "schöne" Ausstattung des Buches, die einige Zeichnungen und Bilder des Autors enthält, lobt Zingg. Einzig mit dem Vorwort ist er nicht ganz zufrieden. Er kritisiert es als allzu "knapp" und hätte sich gewünscht, mehr über "Leben und Werk" Werders sowie über die Rezeption seiner Werke zu erfahren.
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