Herausgegeben von Heinz Duchhardt und Franz Knipping. Das groß angelegte "Handbuch der Geschichte der Internationalen Beziehungen" verfolgt das Ziel, die Gesamtheit der Internationalen Beziehungen der Neuzeit systematisch zu durchleuchten, differenziert und zugleich anschaulich über die geschichtliche Entwicklung bis zum heutigen System von Staaten und Völkern zu informieren und damit einem breiten Benutzerkreis verlässliches Grundwissen bereitzustellen. Dabei wird, den modernen Forschungsansätzen in der angelsächsischen und französischen Geschichtswissenschaft entsprechend, ein breit gefasster Begriff des Politischen zu Grunde gelegt, der die Diplomatiegeschichte alten Stils überholt und in multiperspektivischem Zugriff wirtschaftliche, kulturelle, konfessionelle, mentale, geopolitische und strategische Gegebenheiten und Interessen in die Interpretation der Internationalen Beziehungen einschließt. Die jeweils in sich ab geschlossenen Bände werden von Autoren erarbeitet, die ausnahmslos ausgewiesene Fachleute einer mittleren Historikergeneration sind. Die Bände sind gleichartig aufgebaut und umfassen, aufeinander abgestimmt, je einen systematischen und einen chronologischen Darstellungsteil sowie ausführliche Literaturhinweise.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.10.2008
Caspar Hirschis Zweifel an der Zeitgemäßheit von Handbüchern werden durch diesen Band nicht gerade gedämpft. Die stockende Editionsgeschichte des "Handbuchs der Geschichte der internationalen Beziehungen", die mangelhafte editorische Sorgfalt (Hirschi beklagt den Verlust ganzer Textpassagen von einem Kapitel zum nächsten!) und die Preispolitik (eingeschränkter Benutzerkreis) machen ihm Sorgen. Betreffend den vorliegenden Band immerhin kommt Hirschi mit Heinz Schilling in den Genuss eines erfahrenen Autors, der mit seiner um die Leitkräfte Konfession, Dynastie, Staatsinteressen und Tradition kreisenden Konfessionalisierungstheorie "intellektuelle Würze" ins Spiel bringt. Schillings Versuch, mittels Zusammenschau von Revisionismus und säkularistischem Idealismus eine Modernisierungskrise zu illustrieren, geht dem Rezensenten allerdings zu sehr ins Kontextuelle, als dass die internationalen Beziehungen dem Leser nach der Lektüre deutlich vor Augen stünden.
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