Begleitbuch zur Ausstellung im RuhrMuseum. Mit 127 Sschwarzweiß-Fotografien. Im Herbst 1928 erhielt der Journalist, Romancier, Filmemacher und Photograph Heinrich Hauser (1901 1955) vom S.Fischer Verlag den Auftrag, "ein Bildmaterial des Ruhrgebiets mit eigenen Aufnahmen zu beschaffen", wie er im Vorwort zu seinem 1930 erschienenen Buch "Schwarzes Revier" berichtet. Neben einer Fülle von Aufnahmen einer untergegangenen Epoche der Industrie-Region Ruhrgebiet im Stil des Neuen Sehens der 20er Jahre entstanden eindrucksvolle Beschreibungen der Landschaft, der Industrie und der Lebensbedingungen der Bergleute und Hochofenarbeiter, die in ihrer Dichte und Sprachgewalt heute noch fesseln.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2010
Man glaubt es Lothar Müller sofort, wenn er den Pathosanteil an der scheinbar so nüchternen Neuen Sachlichkeit, in deren Zeichen die Ruhrgebiet-Fotos von Heinrich Hauser stehen, recht hoch veranschlagt. Auch braucht man dem Autor, Journalisten und Fotografen Hauser sein kokett herausgestelltes Nicht-Wissen bezüglich seiner Arbeit und seiner Motive nicht unbedingt abzunehmen, wie Müller vorschlägt. Der jetzt zu einer Ausstellung in der Zeche Zollverein erscheinende Begleitband mit Teilen der 1930 erstmals veröffentlichten Fotoreportage lässt sich ganz gut auch so genießen. Als Beleg für die abenteuerliche Entdeckung exotischer Welten vor der eigenen Haustür im frühen 20. Jahrhundert mit Hauser als Forschungsreisenden. Im offenem Coupe versteht sich.
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