Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2005
Klaus Berger findet es zuweilen ganz "sympathisch", was Hartwig Thyen in seinem Kommentar zum Johannesevangelium darlegt, ist aber im Ganzen nicht einverstanden. Kurz gesagt: Der Autor legt das Evangelium als ein "Sprachspiel" aus, das Motive aus anderen Teilen der Bibel aufgreift, um auf diese Weise symbolische Bedeutung herzustellen. Der Rezensent dagegen beharrt auf einer "sozialgeschichtlichen" Annäherung an den Text, ganz einfach, weil seiner Meinung nach eine rein intertextuelle Interpretation einfach keine ausreichenden Antworten auf theologische Fragen an den Text liefern kann und sich allzu oft in Spekulationen verlieren muss.
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