Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.01.2004
"Mit der Umsicht eines erfahrenen Historikers" hat der pensionierte Augenarzt Hartmut Mehlitz Rezensent Ralf Berhorst zufolge "ein schmales, vorzügliches Buch" über Johann August Zeune, ein kaum bekannter "Pionier des deutschen Blindenwesens", verfasst. Zeune, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Privatgelehrter in Berlin lebte, war unter anderem mit Johann Gottlieb Fichte und Johannes von Müller befreundet und ein sehr beweglicher Geist. Diderots "Brief über die Blinden" überzeugte Zeune davon, dass auch Blinde "bildungsfähig" sind. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde er der Leiter der ersten Blindenschule Preußens, erzählt Berhorst. Zeune war jedoch nicht nur ein ausgezeichneter Pädagoge, sondern ein vielseitig interessierte Mann: So widmete er sich der Geografie, war Mitglied des "antinapoleonischen Teutschen Bundes", und widmete sich - auch hier sehr patriotisch - der Pflege der deutschen Sprache und Literatur. Ein "lesenswertes Porträt" hat Mehlitz hier verfasst, findet unser Rezensent.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…