Der mondäne Badeort Binz auf der Insel Rügen ist berühmt. Und eine eindrückliche Bühne für unerwartete Begegnungen und Lebenskrisen. Schauplatz Rom, eine weitere Kulisse für große Lebensfragen. Wie gefeit ist die "Ewige Stadt" wirklich gegen die Vergänglichkeit? Zehn abgründige, melancholisch schöne Novellen über das, was einmal war und noch immer lebendig ist, über ein berühmtes Bild aus der Alten Nationalgalerie, über philosophischen Trost. Und vor allem darüber: Was hat Bestand?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.07.2018
Hochkonzentriert wie Bitterschokolade findet Kristina Maidt-Zinke Hartmut Langes Erzählungen. Genuss bereit ihr Langes Mischung aus Geheimnis und Klarheit, Verstörendem und kristalliner Diktion. Die sprachliche Verknappung in den Geschichten bewundernd, die nüchterne Inszenierung, kommen ihr die Geisterstorys um belebte Kunstwerke und im Seeband Binz herumspukende Frauengestalten am Ende gar nicht mehr so sonderbar vor. Komik, Melancholie, vor allem Atmosphäre zeichnen die Texte laut Maidt-Zinke aus.
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