Vorwort von Erich Hackl. Der Band bringt eine Auswahl von Aufsätzen zur Literatur, welche Hans Raimund zwischen den Jahren 1981 und 2001 geschrieben hat. Texte zu W.H. Auden, Rainer Maria Rilke, Andre Gide, Natalia Ginzburg und vielen anderen. Darüber hinaus bieten die autobiografischen Texte Blicke in das Leben des Lyrikers und Übersetzers.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.03.2002
Karl-Markus Gauß nutzt die Gelegenheit der Rezension des Bandes mit Aufsätzen und Essays aus den letzten 20 Jahren für eine grundsätzliche Würdigung Hans Raimunds, den er für einen der "bedeutendsten österreichischen Lyriker" hält. Der Rezensent hält Raimund für maßlos unterschätzt. Mitverantwortlich für diese Außenseiterstellung sei nicht zuletzt Raimunds schonungslose Wahrheitsliebe, die er stets über die charmantere "allgemein akzeptierte Unwahrheit" stelle, schreibt Gauß. Auch im vorliegenden Band fallen ihm "Barschheiten" und "mitleidlose Randbemerkungen" auf, zum Beispiel bei der Beschreibung des letzten Treffens Raimunds mit Fulvio Tomizza - geschrieben anlässlich des Todes Tomizzas! -, die die Leser "erst mal verkraften" müssen. Doch, meint Gauß beeindruckt, was der Autor seinen Lesern zumutet, muss er sich zuerst selbst zugemutet haben. Raimunds Stil beschreibt der Rezensent als schmucklos, auf bildhafte Vergleiche verzichtend, womit er keinerlei "Brillanz" vorspiele, sondern "komprimierte, höchst subjektiv gedeutete Information" biete.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…