Mit 7 Farb- u. 29 SW-Abbildungen. Dieses Buch ist keine weitere Sammlung vom Wein initiierter Geisteserzeugnisse. Vielmehr soll die Bedeutung des Weines im Leben schöpferisch Schaffender - Goethe, Schiller, Lessing, Heine, Ringelnatz; Zuckmayer, Beethoven, Schubert, Wagner u.a. - in Text und Bild aufgezeigt, der ursächliche Zusammenhang zwischen Wein und Kreativität dargelegt werden: die anregende Wirkung des Weines, wie sie der Dichter oder Künstler selbst empfand. 22 weinbiografische Porträts, entstanden aus Briefen und Tagebüchern, Erinnerungen und Zeitzeugen, neu entdeckten Gemälden und Zeichnungen machen die fruchtbare Wechselwirkung zwischen Wein und Kreativität deutlich.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.01.2002
Mit sichtlichem Genuss hat der Rezensent mit dem Kürzel "flow" Hans-Jörg Kochs kleine Kulturgeschichte des Weines erkundet. Darin porträtiert der Autor 22 deutschsprachige Dichter, Maler und Komponisten, die dem Getränk mäßig zugesprochen hatten und auf ihre Kreativität wirken ließen. Exzessive Trinker habe der Autor, der seit über 50 Jahren über den Wein forsche und schreibe, bewusst außen vor gelassen. Denn einzig ein sinnvolles Maß zeichne die wahre Weinkultur aus, referiert der Rezensent. Folgt man Rezensent und Autor, liegt im Wein also nicht nur die Wahrheit, sondern auch das künstlerische Schaffen. Das Buch ist jedenfalls, so "flow", ein leichtprozentig-beschwingtes Anekdotenbuch, in dem der Autor weniger den Spuren des Weins in den Werken der Künstler nachgegangen sei, als vielmehr ihren Selbstbekenntnisse in Briefen an Freunde.
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