Aus dem Dänischen von Albrecht Leonhardt. Es war einmal ... in den 1970er Jahren. Da saß ein Illustrator in seinem Stübchen und grübelte über die Bilderwelt der Märchen von Hans Christian Andersen. Er erschuf Illustrationen in pastelltönen, mit Tusche, in schwarz-weiß, mal filigran-detailliert, mal romantisch, mal mit frechen Anspielungen auf seine Zeit, doppelbödig und charmant. Dieser Schatz lag lange verborgen - doch zum 100. Geburtstag des Altmeisters Werner Klemke wird dieser nun gehoben.
Lesen Sie "Das Feuerzeug", "Des Kaisers neue Kleider", "Der Schweinehirt", "Der Schatten" und vieles mehr noch einmal auf Klemkisch!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.04.2017
Tilman Spreckelsen liest diese für ihn gelungene Auswahl mit dreizehn Märchen von Hans Christian Andersen mit Sympathie für die vom dänischen Märchenerzähler in die Welt geworfenen Wesen voller Träume und Moral. Faszinierend scheinen ihm die Texte bis heute, zumal wenn sie illustriert sind von einem der produktivsten DDR-Buch-Künstler, wie Spreckelsen erläutert. Werner Klemkes Bilder scheinen dem Rezensenten sowohl die Zartheit als auch die Brutalität in den Texten gut wiederzugeben, obwohl Klemke im Ganzen das Harmlose favorisiert, wie er feststellt. Vor allem die Bilder zu dem weniger bekannnten, etwas schaurigen Märchen "Der Schatten" haben ihn beeindruckt. Klemke finde den "angemessen unheimlichen" Ausdruck, ohne grell zu werden, meint Spreckelsen. Auch die witzigen Momente in den Texten vermag der Künstler laut Rezensent festzuhalten.
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