Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.02.2006
Peter Urban-Halle zeigt sich von diesem Roman, in dem Klaus Rifberg die Geschichte von Hjalmar Johansen erzählt, der bei Fridtjof Nansen auf der "Fram" anheuert und eine homosexuelle Affäre mit dem Polarforscher eingeht, sehr eingenommen. Mit dem Untertitel "Wintermärchen" wolle der dänische Autor sicherlich an Heinrich Heine erinnern, und tatsächlich sei ihm auch dessen "tragischer Humor" zu eigen, der bei Rifbjerg allerdings häufig "drastische, zuweilen fast geschmacklose Züge" annehme, stellt der Rezensent fest, ohne dies negativ zu werten. Bei aller Kompaktheit findet Urban-Halle, dass es dem Autor gelingt, leicht zu schreiben und das "innere Abenteuer seiner Figuren" neben der Entdeckergeschichte beeindruckend zu schildern. Dieser "Altmeister der dänischen Literatur" hat sich nach längerer Zäsur mit diesem Buch "mit Bravour zurückgemeldet", so Urban-Halle enthusiastisch.
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