Heinrich Detering

Hans Christian Andersen

Cover: Hans Christian Andersen
Deutscher Kunstverlag, München 2011
ISBN 9783422070417
Gebunden, 95 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Mit 30 Duplex-Abbildungen. Hans Christian Andersen (1805-1875) hat die Stigmatisierung und Traumata seines abenteuerlichen Lebens in Kunst verwandelt. Und so wurde der Exzentriker und Außenseiter zu einem der weltliterarisch wirkungsmächtigsten Dichter seiner Zeit. Nicht an den Traditionen wollte sich der reiselustige Schriftsteller orientieren, sondern an der "Muse des neuen Jahrhunderts". Seine Leser bezaubert er, Generationen übergreifend, bis heute: "Andersen entwirft eine Welt, in der es real und phantastisch zugeht ... Wer Andersens Märchen liest, folgt einer Blindenschrift, die sich immer wieder aufs Neue erfindet" (Günter Grass).

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2012

Walter Hinck bespricht gleich drei der großformatigen Bände der Reihe "Leben in Bildern" des deutschen Kunstverlags: "Gottfried Benn" von Jörg Magenau, "Knut Hamsun" von Wolfgang Schneider und "Hans Christian Andersen" von Heinrich Detering - alle sind gelungene, kritische Studien mit "reichlich Bildmaterial", verspricht der Rezensent. Für die Biografie Hans Christian Andersens hat sich Heinrich Detering schon deshalb angeboten, weil er sich schon in einem anderen Buch mit dem dänischen Schriftsteller befasst hatte, weiß Walter Hinck. In "Das offene Geheimnis" hatte Detering den Umgang mit dem Tabu der Homosexualität und -erotik bei Autoren wie Thomas Mann und eben Andersen untersucht. Der Rezensent erfährt von Detering, dass Andersens Märchen aufgrund dieser Erotik in Dänemark noch heute tabuisiert werden. Biedermeier sieht anders aus, findet Hinck. Mit seinen "Experimental-Märchen" wurde Andersen zu einem "Revolutionär der Literatur", während gleichzeitig seine Beiträge als Bildkünstler einen großen Einfluss auf die Frühmoderne hatten, berichtet der Rezensent. Hinck erklärt, Detering gebe jenen Recht, die Andersen einmal als "Shakespeare des Kinderzimmers" bezeichnet haben, führe aber fort: er war auch "der Ibsen, der Jules Verne und der Hitchcock, der Baudelaire und die Patricia Highsmith".
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