Annemarie Schickert schätzt das Unpathetische an dieser Waisenkindgeschichte: Wie die Autorin "aus Kindersicht in kurzen, schnörkellosen Sätzen" erzählt und damit eine Spannung erzeugt zwischen diesem leichten Ton und der Schwere des Sujets, wie sie das Geschehen durch "komödiantische Einlagen" und eine "bunte Farb- und Stilmixtur" aufheitert, ohne es zu verzerren. Dass Kvist ein Herz hat für Kinder ohne echte Chance im Leben, steht für Schickert stets außer Frage.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…