Aus dem Schwedischen von Paul Berf. Von einem, der auszog, sein Glück in Berlin zu finden. Einen Nobelpreis wird er wohl nicht bekommen. Arne Murberg ist von schlichterem Gemüt. Nach einem Badeunfall in der Kindheit hat er Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und komplexere Zusammenhänge zu erfassen. Aber Arne ist ein warmherziger, liebenswerter Mensch, der sich eine kindlich naive, offene Art bewahrt hat und voll Vertrauen auf das Leben blickt. Als sein Vater ihm auf dem Totenbett offenbart, dass seine Mutter nicht tot ist, wie Arne geglaubt hat, sondern in Berlin lebt, und ihm gleichzeitig den Auftrag gibt, sie dort aufzusuchen und ihr ein verschlossenes Kästchen zu übergeben, beginnt für ihn ein wundersames Abenteuer. Mit äußerst rudimentären Deutschkenntnissen und einem Paar strapazierfähiger gelber Schuhe macht Arne sich auf die Reise - und gerät schon bald in Schwierigkeiten. Doch ihm zur Seite stehen zwei Menschen, die der Himmel höchstpersönlich geschickt zu haben scheint: ein etwas wirrer Professor und eine kluge junge Frau im Rollstuhl. Wird Arne seiner Mutter begegnen? Wird er sein Glück finden in Berlin?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.02.2016
Rezensent Stephan Opitz erkennt Verweise auf Astrid Lindgren im Abschlussband von Hakan Nessers Großstadttrilogie. Diesmal geht es nach Berlin, lässt Opitz wissen, der dem Autor bereitwillig über diverse Vorspiele und Umwege (Schweden!) in den alten Westen der Hauptstadt folgt. Dort geht es laut Opitz märchen- und sagenhaft und höchst verwickelt, doch leichtfüßig zu auf den Fersen eines Hans im Glück. Oder doch eher eines Parzivals, überlegt Opitz, den Nessers Berlin-Roman sichtlich betört hat.
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