Die Zehn Gebote und die Politik: Der evangelische Christ und ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein bezieht Position. Differenziert beschreibt er, welche Bedeutung die Zehn Gebote für seinen politischen Alltag haben. Denn: "Wenn Gott der Schöpfer ist, dann steht es ihm ganz einfach zu, mir als seinem Geschöpf zu sagen, was richtig und was falsch ist." Ein persönliches Glaubensbekenntnis, das Mut macht, konsequent zu leben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.05.2011
Ewald Hetrodt hat an Günther Beckstein Reflexionen über die Zehn Gebote vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen als Politiker und Christ vor allem die Schilderung der Klausurtagung in Wildbad Kreuth im Januar 2007 interessiert, auf der der langjährige Bayerische Innenminister seinen Chef Edmund Stoiber stürzte. Der Rezensent lässt noch einmal die schwierige damalige Situation Stoibers und der CSU Revue passieren, um sich dann ganz auf die Beschreibung der Klausurtagung zu konzentrieren. Dass Beckstein im Rückblick von einem Putsch nichts mehr wissen will, scheint ihm verständlich. Nichtsdestoweniger hält er dessen Schilderung des Machtkampfes gegen Stoiber für geschönt.
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