Was haben uns Klassiker der Weltliteratur - deutsche und andere - heute noch zu sagen? Was lässt sich aus der Lektüre für die heutige Gesellschaft und die Zukunft lernen? Günter Scholdt hat über 30 Klassiker nochmals gelesen und den Blick auf den Aktualitätsgehalt für unsere heutige krisengeschüttelte Zeit gerichtet.
Rezensent Roy Lehmann stöhnt auf angesichts dieses Buchs, das für ihn eine "neurechte Deutung" des Weltliteraturkanons darstellt. Eines kann Lehmann dem umfangreichen Werk des emeritierten Germanisten Günter Scholdt abgewinnen: Es liefere Anschauungsmaterial dazu, wo Kritik aufhöre, in angemessenem Maße konservativ zu sein, und anfange, zu rechtsradikaler Verblendung zu werden. Viele der dargebotenen Lektüren erweisen sich laut Lehmann nämlich als nahezu paranoid. Ansonsten hält das Buch für den Rezensenten nur die "bekannten Topoi rechter Untergangsrhetorik" bereit.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…