Wenige Monate vor der Sonnenfinsternis des Jahres 1999 beginnt eine junge kasachische Geigen-Schülerin mit ihrer Familie ein neues Leben in Berlin. Ihr Wunsch, ein Musikstudium in Deutschland zu beginnen, überstrahlt zunächst die Tristesse von Aussiedlerwohnheim, Kleinkriminalität und Anfeindung, doch am Ende steht Klawdia Wessely auf einer unerwartet hohen Bühne... Nach preisgekrönten Jahrzehnten als Kinderbuchautor legt Günter Saalmann nun einen Roman für Erwachsene vor. Aus der Perspektive der Tochter Klawdia Wessely schildert er den schwierigen Weg einer kasachstan-deutschen Familie, die in einem Land heimisch zu werden versucht, das ihr doch fremder begegnet, als sie voller Vorfreude ahnen konnte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 30.05.2015
Für Sylvia Staude scheint Günter Saalmann den richtigen Ton zu treffen mit seiner Aussiedlergeschichte um die junge Frau Klawdia und ihre Familie, die in Berlin ein neues Zuhause finden. Wie es zugeht im Übergangsheim, beim Erlernen der fremden Sprache, in der Armut, kurz beim Integrieren in eine andere Gesellschaft, vermag ihr der Autor einfühlsam zu vermitteln. Auch wenn die Geschichte nicht gut ausgeht und Klawdias Bruder Mist baut, hat Staude das Buch gern gelesen.
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