Günter Dammann (Hg.)

Hans Erich Nossack

Leben. Werk. Kontext
Cover: Hans Erich Nossack
Königshausen und Neumann Verlag, Würzburg 2000
ISBN 9783826018077
Kartoniert, 303 Seiten, 34,77 EUR

Klappentext

Von Hans R. Picard, Ulrich Kinzel, Jan Bürger und anderen. Mit einem Vorwort von Günter Damann. Hans Erich Nossack (1901 - 1977) ist ein prominenter Vertreter der deutschen Literatur aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Nihilist der Ära Adenauer, Einzelgänger jenseits der Gruppe 47, Vertreter der Moderne in der französischen und italienischen Tradition - so lauten einige der Urteile über diesen erst nach 1945 hervorgetretenen Schriftsteller. Die seit den sechziger Jahren betriebene wissenschaftliche Erschließung von Nossacks Werk hat mit Beginn der Neunziger eine erheblich erweiterte Materialbasis erhalten: Nachlass und Tagebücher sind seitdem der Öffentlichkeit zugänglich. Der vorliegende Band ist aus der ersten dem Leben und Werk Nossacks gewidmeten Tagung hervorgegangen, die 1998 in Hamburg abgehalten wurde.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.02.2001

Wohl auch dieser Tagungsband wird - nur von wenigen Philologen gelesen - in den Untiefen der Uni-Bibliotheken verschwinden, mutmaßt der Rezensent mit dem Kürzel "W. L.". Das findet er ausgesprochen schade. Denn die von Günter Dammann edierten Vorträge einer Hamburger Konferenz über den Schriftsteller Hans Erich Nossack spiegelten recht gut den aktuellen Stand der Nossack-Forschung wider. Der Autor, den der Rezensent zwischen existentialistischer und surrealer Prosa verortet und sodann mit Albert Camus und Julio Cortazar vergleicht, drohe leider in Vergessenheit zu geraten. Ärgerlich findet "W. L." nur den Beitrag von Ralf Schnell. Dessen Ausführungen über die Abdankung der Literatur und Nossacks 'nicht ausgelebtes Triebschicksal' hält der Rezensent für gewagt, leichtfertig, krude und ist - das erbost "K. L." am meisten - einer stärkeren Rezeption des Autors hinderlich.

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