Grafikdesign im Jugendstil

Der Aufbruch des Bildes in den Alltag
Cover: Grafikdesign im Jugendstil
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2011
ISBN 9783775727105
Gebunden, 512 Seiten, 68,00 EUR

Klappentext

Bestandskatalog mit 1323 farbigen Abbildungen: Ein Überblick über das Grafikdesign des Jugendstil von Henri de Toulouse-Lautrec bis Peter Behrens. Herausgegeben vom Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Mit Texten von Jürgen Döring und Holger Klein-Wiele. Grafikdesign ist heute in einem Maße präsent, dass wir uns einen Alltag ohne Bilder nicht mehr vorstellen können. Vor 120 Jahren befinden wir uns am Anfang dieser Entwicklung. Justus Brinckmann, Gründungsdirektor des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg, beobachtete als Zeitzeuge aufmerksam die explodierende Bilderwelt und sammelte unermüdlich Belegexemplare. So entstand eine einzigartige Sammlung von über 15.000 Blatt: Plakate, aber auch Buchtitel oder Kalenderblätter, Postkarten oder Briefköpfe der Epoche des Jugendstil. Zu ihren Entwerfern gehörten die führenden Künstler von Henri de Toulouse-Lautrec über Henry van de Velde bis zu Peter Behrens. Der opulente Band bietet mit zahlreichen Abbildungen einen Überblick über die internationale Entwicklung mit Einführungen zu den wichtigsten Bereichen der Gebrauchsgrafik, ihren stilistischen Ausprägungen sowie Biografien zu annähernd 200 führenden Grafikern des Jugendstil.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.07.2011

Mit Vergnügen und leichter Wehmut hat Rezensentin Susanne Gmür diesen Band durchblättert. Die Herausgeber haben vor allem Meister ihres Fachs versammelt: Henri de Toulouse-Lautrec, Alfons Mucha, Henry van de Velde und Pierre Bonnard zählt Gmür als Beispiele auf. Sie nutzten offenbar mit Phantasie die technischen Neuerungen, die zum Beispiel Farblitografie erst möglich machte und zu einer "regelrechten Explosion" der Qualität in der Gebrauchsgrafik führte, las Gmür in der "detailreichen" Einleitung von Jürgen Dörig und Holger Klein-Wiehle. Vielleicht hätte man trotzdem auch ein paar schlechte Grafik aufnehmen sollen? Dann würde man nicht mit dem Gefühl dasitzen, alles sei früher schöner gewesen, überlegt die Rezensentin.

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