Aus dem Italienischen von Giovanni Peduto. Handlettering von Dirk Rehm. Mit "Mein schlecht gezeichnetes Leben" legt der große italienische Comicerzähler Gipi sein persönlichstes Buch vor. Er erzählt darin von seiner Jugend und der unstillbaren Gier nach neuen Erfahrungen, von Drogen, Knast und Liebesleid. Ohne Pathos eröffnet Gipi dem Leser einen tiefen Einblick in seine Seele, teilt Ängste, Zweifel und die schwärzesten Momente mit ihm, aber auch jene der Freundschaft und des Glücks.
Timur Vermes muss erst einmal nachdenken, wie Gipi das macht - vom Nobody im Nullkommanix zum italienischen Comic-Superstar. Und das bei eigentlich durchweg unheldischen Figuren, ohne Action oder wenigstens Liebe, dafür mit düsteren Storys, hässlich und bedrückend, wie Vermes schreibt. Und doch betören ihn die von Gipi erkundeten Betongegenden und Stadtränder Italiens und die auftretenden Teenager mit den schlecht gezeichneten Dutzendgesichtern. Warum? Weil der Autor Szenen und Dialoge schreiben und zeichnen kann wie kein Zweiter, versichert Vermes. Sogar Gesten, Sitzen und Stehen werden für Vermes plausibel. Das liegt für den Rezensenten auch daran, dass Gipi Zeit zu vermitteln vermag durch wechselnde Perspektiven, Blicke und Landschaft und Emotionen, wie Angst oder Unsicherheit. Für Vermes ganz große Klasse.
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